Der Plan scheitert bereits oft am Ziel – wie du dir richtig Ziele setzt

Wer kennt das nicht: Man will abnehmen, weniger Süßigkeiten essen oder mehr Sport treiben. Aber irgendwie klappt es nicht. Jedesmal scheiterst du.

Warum?

Vielleicht, weil du deine Ziele falsch setzt.

Der Mensch braucht Ziele, das wissen wir. Aber häufig scheitert es schon an ihrer Formulierung.

„Ich möchte abnehmen“ ist beispielsweise kein besonders erfolgsversprechendes Ziel. Es ist schwammig, viel zu unkonkret. Und damit rückt das Erreichen oftmals in weite Ferne. Ganz im Gegensatz zu Frust und Resignation. Die kommen dann ganz schnell.

Hier kann eine kleine Formel Abhilfe schaffen: die SMART-Methode.

Ein SMARTes Ziel ist

S – spezifisch

M – messbar

A – angemessen/attraktiv/akzeptiert/aktiv

R – realistisch

T – terminiert.

Spezifisch heißt, dein Ziel ist nicht allgemein. „Ich möchte abnehmen“, „ich möchte weniger Süßigkeiten essen“ oder „ich möchte mehr Sport treiben“ sind keine spezifischen Ziele. „Ich möchte 5 Kilo abnehmen“, „ich möchte nur noch eine Tüte Gummibärchen in der Woche essen“ und „ich möchte dreimal in der Woche Sport treiben“ dagegen schon.

Durch die spezifischere Formulierung kommt auch direkt die Messbarkeit ins Spiel. Ob du das Ziel erreicht hast oder nicht, lässt sich leicht feststellen, denn durch die Zahlen (5 Kilo, eine Tüte Gummibärchen, dreimal in der Woche Sport) wird die Messbarkeit möglich. Aber auch andere Formen der Messbarkeit sind möglich, wie du an meinem aktuellen Ziel sehen kannst.

Wichtig ist außerdem, dass das Ziel motivierend wirkt und dessen Erreichung attraktiv und aus eigenen Stücken möglich ist. Dies ist eng mit dem R verbunden: Ein realistisches Ziel wird auch akzeptiert. Es darf ambitioniert und anspruchsvoll sein, aber nicht abgehoben.

Zuletzt ist hilfreich, sich einen zeitlichen Rahmen zu stecken. Das unterstützt die Messbarkeit und ständige Präsenz des eigenen Ziels.

Ein SMARTes Ziel kann also folgendermaßen aussehen:

„Ich werde bis zum Ende des Jahres 5 Kilo abnehmen.“

Oder: „Ich werde bis zu meinem Geburtstag dreimal pro Woche Krafttraining machen.“

Du hast es vielleicht gemerkt: Ich habe die Ziele ein wenig umformuliert. Aus „ich möchte“ wurde „ich werde„. Auch ein kleiner Trick, dessen Wirkung du dich bedienen könnt. Denn du formulierst nicht nur Absichten, sondern vielmehr verbindliche Handlungen – und das automatisch ziemlich aktiv.

Mein letztes und aktuelles Ziel lautet übrigens:

Ich werde bei der Hochzeit von R&C in mein hellblaues Kleid passen, und zwar so, dass es nicht spannt.“

Es ist spezifisch, da es konkret ist. Es ist für mich messbar (über diese Form der Messbarkeit lässt sich allerdings streiten) und die Erreichung des Ziels genauso attraktiv wie realistisch, denn als ich das Kleid zum letzten Mal trug, saß es bereits gut – aber eben noch nicht perfekt. Mit der Deadline bis zur Hochzeit in zwei Wochen ist das Ziel auch terminiert.

Und wie lautet euer (nächstes) Ziel?

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3 Gedanken zu “Der Plan scheitert bereits oft am Ziel – wie du dir richtig Ziele setzt

  1. Oh Gott, die SMART-Kriterien. Im Studium mussten wir unsere Lernziele immer so formulieren: „Am Ende der Woche bin ich in der Lage sämtliche Handmuskeln mit Ursprung, Ansatz und Innervation zu benennen.“
    Ich glaube, ich habe mehr zeit damit verbracht, Lernziele zu formulieren als sie tatsächlich umzusetzen :D

    Gefällt 1 Person

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