Echt gut gehalten

Wie wichtig ist dir eigentlich, dass andere Menschen sagen, du siehst gut aus? Bist vielleicht die reinste Augenweide? Oder hast eine richtig schöne Figur?

Sätze, die den meisten bestimmt schmeicheln.

Sätze, für die manche so einiges tun.

Was soll ein Mensch, mit dem du dich an einem Abend das erste Mal unterhalten hast, anschließend über dich sagen? Dass du gut aussiehst, eine Augenweide bist, eine richtig schöne Figur hast?

Mir war wichtig, dass Menschen das sagen. Und ehrlich gesagt möchte ich auch heute noch, dass Menschen mich als äußerlich attraktiv wahrnehmen. Manchmal stand das aber zu sehr im Mittelpunkt. Als ob es nicht anderes gäbe, nichts wichtigeres als attraktiv (für andere) zu sein.

Attraktivität ist am Ende aber nur eine temporäre Erscheinung. Denn wenn jemand über mich sagt, ich wäre unfassbar hübsch oder hätte eine richtig schöne Figur, dann könnte ich mich auf den Kopf stellen, wie ich wollte, ich würde diesen Zustand nicht halten können. Egal, wie sehr ich mich anstrenge. Das Äußere verändert sich, ein ganz natürlicher Prozess. Irgendwann bin ich nicht mehr „unfassbar hübsch“, sondern habe mich nur noch „echt gut gehalten“. Oder ich bin „hübsch für mein Alter“. Das Leben hinterlässt Spuren, und eine Attraktivität nach Klatschblattkriterien ist nahezu unhaltbar.

Wer entscheidet eigentlich, was schön ist? Habe ich keine schöne Figur, nur weil ich Cellulites habe? Bin ich nicht unfassbar hübsch, nur weil mich Neurodermitis quält? Wo ist der Benchmark? Und wer sagt, dass der für mich gilt?

Es gibt ihn nicht.

Es gibt nur die Meinung anderer. Und die sind auch nichts weiter als eine temporäre Erscheinung. Denn sie sind an meine temporäre äußere Erscheinung gebunden.

Wisst ihr, was ich viel cooler fände? Wenn Menschen, die sich einen Abend mit mir unterhalten haben, danach über mich sagen, dass ich klug bin. Dass ich viel weiß. Dass ich wertschätzend bin. Dass ich einfach ein toller Mensch bin.

Und das Beste ist: Es ist keine temporäre Erscheinung. Denn ich kann daran arbeiten, jeden Tag ein noch tollerer Mensch zu werden. Und wenn ich nicht will, verliere ich nichts davon. Ganz im Gegenteil. Hier ist die Zeit mein Freund. Ich kann jeden Tag besser werden.

Und so ganz nebenbei, bleibt dann auch die Attraktivität. Zwar „nur“ den Umständen entsprechend, aber sie bleibt.

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Schokobrötchen (vegan & glutenfrei)

Ich! liebe! Schokobrötchen!

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Schokobrötchen

Und da diese Leidenschaft definitiv geteilt wird, möchte ich das Rezept von friedefreudeapfelkuchen in abgewandelter Form weiterteilen.

Zutaten:

  • 350 g Mehl (ich habe den Universalmix von Schär genommen)
  • 250 g Quark vegan (ich habe den von Alpro genommen)
  • Vanillearoma
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 4 EL geschmacksneutrales Öl (ich habe Leinöl genommen)
  • 100 g vegane Schokolade (das ist meine absolute Lieblingsschokolade im veganen Segment)

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Schokolade in Stücke hacken. (Ich habe es diesmal sehr grob gemacht, werde es aber nächstes Mal feiner machen.)
  3. Alle Zutaten (außer der Schokolade) verkneten.
  4. Anschließend die Schokolade dazumischen.
  5. Kleine Teigkugeln formen und auf ein Backbleck mit Backpapier legen.
  6. Für etwa 17 Minuten backen. (Sie sollen in der glutenfreien Variante schnell hart werden, daher würde ich sie nicht zu lange im Ofen lassen.)

Nährwerte:

Äääh, Hauptsache, es schmeckt, oder? ;))))

Quell der Wahrheit, zeige dich!

Ich gebe zu, ich bin überfordert. Seit gefühlt 100 Jahren beschäftige ich mich mit Ernährung – und je mehr ich weiß, desto verwirrter werde ich.

Früher habe ich Ernährung (unbewusst) zu einer Glaubensfrage erklärt. So glaubte ich zum Beispiel, dass es egal ist, wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Relevant sei nur, dass es gesunde Sachen sind. „Gesund“ bedeutete für mich damals „Low Carb“ bzw. „No Carb“. Völliger Quatsch, wie ich heute weiß. Oder zumindest zu glauben wisse.

Und manchmal erwische ich mich wieder dabei, wie ich wieder dazu tendiere, Ernährung sei irgendwie Glaubenssache. Einfach aufgrund des Nichtwissens.

Ich lebe weitgehend vegan. Der Grund dafür liegt in erster Linie in meiner Erkrankung. Ich esse allerdings nicht zu 100 % vegan. Auch das hat mit meiner Erkrankung zu tun. Viele Leute um mich rum fangen an, mich zu verunsichern. Fleisch wäre immer noch besser, als das vegane Ersatzzeug. Dann erzählen sie mir irgendwas von „Chemie„, schieben sich aber gleichzeitig die industriell gefertigten Sachen in Mund. Was ich tue, sei wider der Natur. Was sie tun nicht. Man isst ja seit jeher Fleisch. Schon die Oma wusste, wie wichtig das ist. Genauso wie Weizen.

Ich finde es manchmal anstrengend, meinen eigenen Weg zu verfolgen, denn von links und rechts kommen ständig andere „Glaubensbekenntnisse„. Und ich weiß doch auch nicht, was wirklich richtig ist… Die einen sagen auch, Soja wäre eine Giftpflanze und man sollte sie bei Schilddrüsenproblemen unbedingt meiden, die anderen sehen in ihr eine hervorragende Proteinquelle. Was ist denn nun richtig?! Das kann doch keine subjektive Meinung sein… Und es ist auch bestimmt keine. Aber wo finde ich ihn, den Quell der Wahrheit?

Ich kann mich noch nicht mal auf wissenschaftliche Fachzeitschriften verlassen. Denn am Ende muss ich ja doch jedesmal recherchieren und analyiseren, wer die Gelder für die Studien gegeben hat. Und wie die Verbindungen dahinter sind. Ob es ein Interesse an bestimmten Ergebnissen gibt… Und ob alles öffentlich zugänglich ist bzw. die Indizien ausreichen, um ein stichhaltiges Ergebnis zu erhalten, sei auch mal dahingestellt.

Ich sage euch, was ich gerade glaube. Ich glaube, dass die vegane Ernährung gesund ist. Und je unbehandelter die Lebensmittel sind, desto gesünder sind sie wahrscheinlich. Nahezu rohvegan, eine basenüberschüssige Ernährung – das ist für mich aktuell die gesunde Ernährung.

Ich weiß nicht, ob ich richtig liege. Ich weiß nur, dass das gerade meine Meinung ist.

Naan (vegan & glutenfrei)

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Naan

Als ich vergangenes Jahr in Abu Dhabi war, habe ich zum ersten Mal Naan gegessen – und wähnte mich im Paradies! Als mir dann vor einigen Tagen bei Pinterest ein Rezept entgegenpurzelte, probierte ich es aus. Und ich find’s toll!

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Hefe und Zucker in die lauwarme Milch rühren.
  2. Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde formen und dort die lauwarme Hefemilch hineingeben. Mit ein bisschen Mehl vom Rand vermischen und an einem warmen Ort 10 Minuten stehen lassen.
  3. Joghurt, Salz und Backpulver zugeben und 5 Minuten mit einem Knethaken kneten. Anschließend die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.
  4. Vom Teig Stücke abreißen und in Mehl ausrollen, danach in einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten backen.

Nährwerte:

ca. 1000 kcal

Geheimnisse unserer Haut

Ich, brennend interessiert an medizinschen Themen, habe kürzlich das Buch Haut nah“ von Yael Adler gelesen. Ich habe es vor allem deshalb gelesen, weil ich aktuell – mal wieder – mit Neurodermitis und anderen Hautproblemen kämpfen. Der Beipackzettel meines chemotherapeutischen Rheumamedikamentes hat mir nun zwar verraten, dass ich wohl unter einer der als gelegentlich klassifizierten Nebenwirkungen leiden könnte, geschadet hat mir die Lektüre des Buches trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil. Ich werde wohl mal wieder einen Termin beim Hautarzt machen und meine Muttermale checken lassen… Und die vom Arzt verschriebene Kortisoncreme wandert nun auch in die hinterste Ecke vom Medizinschrank. Genauso wie das Abschminkzeug. Wasser reicht.

Ein paar interessante Einblicke aus dem Buch möchte ich gerne mit euch teilen. Damit man sich nicht durch den ganzen Artikel wühlt, wenn einen nur Ausschnitte interessieren, habe ich den Beitrag mit Zwischenüberschriften versehen. Was dich nicht interessiert, überspringst du einfach.

Ernährung

Surprise, surprise: Makro- und Mikronährstoffe sind wichtig. Ein ganz großes Augenmerk liegt dabei auf dem Fett, vor allem dem guten, den Omega-3-Fettsäuren. Besonders oft essen wir allerdings Omega-6-Fettsäuren, die die Entstehung entzündungsfördernder Botenstoffe vorantreiben (ganz im Gegensatz zu Omega-3-Fettsäuren, die mit antientzündlichen Wirkungen daherkommen). Unser westeuropäisches Verhältnis liegt bei etwa 1:20. Experten raten übrigens zu einem Verhältnis von 1:5. Die Japaner sind Spitzenreiter und schaffen 1:4.

Um die Versorgung mit Omega-6-Fettsäuren muss man sich keine Sorgen machen. Wir sind überversorgt, z. B. durch den Konsum tierischer Produkte oder Sonnenblumenöl. Omega-3-Fettsäuren finden sich übrigens unter anderem in Lein-, Raps- und Walnussöl sowie in Chia- und Hanfsamen. Darüber hinaus in fettem Seefisch aus dem Wildfang. Die Fettsäuren des fetten Seefischs sind übrigens noch effektiver als die pflanzlichen, da die Umwandlung von pflanzlichen Fettsäuren nur begrenzt vollzogen wird. Es wird geraten, zweimal in der Woche fetten Seefisch zu essen. Diesen Ernährungstipp habe ich übrigens auch immer wieder von Ärzten in Bezug auf mein Rheuma bekommen, denn die Omega-3-Fettsäuren sind mit ihren antientzündlichen Stoffen wichtig für mich. Das ist einer der Gründe, warum ich weitgehend, aber nicht vollständig vegan lebe: Omega-6-Fettsäuren will ich so gut es geht vermeiden, Omega-3-Fettsäuren natürlich nicht.

Mit Betacarotin auf den nächsten Strandurlaub einstimmen

Ein früherer Mitschüler hatte eine ziemlich orange Hautfarbe. Und wisst ihr warum? Weil er viele Karotten gegessen hat. Das ist kein Witz. Wer über einen längeren Zeitraum viel vom Farbstoff Betacarotin zu sich nimmt, bekommt eine leicht orange Hautfarbe. Der Tagesbedarf bei Betacarotin liegt zwischen 2 und 4 mg. „Viel vom Farbstoff“ bedeutet ca. 30 mg täglich. Ist eine solche Färbung sinnvoll? Ja, ist sie. Denn sie verbessert das natürliche Abwehrverhalten der Haut gegenüber Sonnenstrahlen.Wer unter einer Sonnenallergie leidet oder bald in den Urlaub fährt, kann seinem Körper mit der gezielten Einnahme von Betacarotin im Vorfeld was Gutes tun. Diese Karottenbräune erlaubt uns, zwei- bis dreimal länger in der Sonne zu bleiben. Hinsichtlich der Attraktivität muss man sich übrigens keine Gedanken machen. Laut Studien wirken Menschen mit einem leicht orangenen Hautton anziehender auf andere.

Sei kein Indianer, tu was gegen Schmerzen!

Unsere Psyche hat ihre ganz eigene Schmerzskala. Sie hängt davon ab, welche Schmerzerfahrungen wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Die Erfahrungen werden in einer Art Gedächtnis gespeichert. Und wenn wir über einen längeren Zeitraum heftige Schmerzen aushalten, reicht ein vergleichsweise kleiner Schmerz, um das ganze Programm erneut abzurufen. Daher solltest du besser nicht den Helden spielen und der Empfehlung von Schmerztherapeuten folgen: Warte mit der Einnahme von Schmerzmitteln nicht so lange, bis es gar nicht mehr geht, sondern nimm lieber vorbeugend eine kleine Dosis ein, damit der Körper den Schmerz nicht erst lernt. So verringert sich auch das Risiko, dass man zunehmend empfindlicher auf Schmerzen reagiert und in Zukunft immer größere Geschütze auffahren muss, um den Schmerz überhaupt noch zu lindern.

Pickel richtig ausdrücken

Was für ein leidliches Thema. Irgendwie drücken und quetschen, das machen wir ja alle. Aber wie geht es nun richtig? Zunächst einmal, indem man sich vorbereitet, als würde man die Queen operieren wollen. Fingernägel kurzschneiden, Hände und Finger gründlich waschen, die zu malträtierende Stelle sorgfältig desinfizieren. Wir wollen ja keine weiteren Bakterien in den Pickel bringen und eine Infektion von außen riskieren. Was außerdem verboten ist: quetschen. Ja, es verlockt, wenn auf sanften Druck hin nichts kommt. Aber es hilft nicht, ganz im Gegenteil! Man drückt den Pickel erst recht tief in die Pore zurück. Dann steigt der Druck in der ohnehin schon gereizten und überdehnten Pore, und das solange, bis sie schließlich implodiert. Herzlich willkommen, Großnarbe! Schlecht ausgedrückte Pickel erhöhen das Risiko für braune Flecken nach der Abheilung eines Pickels massiv. Besser ist, den Pickel dagegen zu spreizen. Sanfter Druck, Entlastung, spreizen, sanfter Druck…. Der Pickel wird quasi ausgemelkt. Das gelingt allerdings nicht immer.

Gute Nacht, Dornröschen – Schönheitsschlaf

Vom Schlafhormon Melatonin hat wahrscheinlich jeder schonmal gehört. Aber wusstet ihr, dass es ein echter Allrounder ist? Dass es ein Antikrebs- und Antialterungsfaktor ist? Und ein effektives Haarwuchsmittel? Rapunzel hat sicher sehr viel geschlafen.

Abends, wenn es dunkel wird, entsteht das Melatonin aus einer Vorstufe von Serotonin. Und während wir schlafen, rückt es als Reparaturservice aus, um wiedergutzumachen, was wir unserer Haut tagsüber durch Sonnenlicht angetan haben. Es stimuliert zudem unser Immunsystems. Wir haben allerdings nicht das volle Programm gebucht, denn sonst gäbe es weder Hautkrebs noch Falten. Ja, Freunde, Falten sind tatsächlich ein Produkt der Sonne. Und des Lebensstils. Aber vor allem des Sonnenlichts. Schaut euch mal den Po an, jene Stelle, die sehr wenig Sonnenlicht abbekommt. So könnte euer Gesicht aussehen. Manche Senioren haben tatsächlich einen glatten Prachtarsch (vom ausleiernden Bindgewebe mal abgesehen – die Zeichen der Zeit gehen letztlich an niemandem vorüber), ganz im Gegensatz zu ihrem Antlitz.

Wer Stress hat oder bei Licht schläft, hat weniger Melatonin. Und das merkt er. Er ist trauriger und altert schneller. Ein Zuviel an Melatonin ist aber auch nicht gut. Denn dann grüßt zum Beispiel der Winterblues. Hier wird Melatonin tagsüber nicht ausreichend abgebaut, man fühlt sich schlapp und antriebslos. Damit es uns gut geht, brauchen wir nachts Melatonin und tagsüber Serotonin.

Im Sommer passiert übrigens das Gegenteil, wir haben sehr viel Serotonin. Und das macht uns glücklich. Übrigens, bei der Frühjahrsrolligkeit ist Serotonin auch nicht ganz so unbeteiligt.

Die Lüge vom wasserfesten Sonnenschutz und andere wichtige Dinge zur Sonnencreme

Inzwischen weiß jeder, dass der Lichtschutzfaktor angibt, wie viel länger jemand mit der entsprechenden Sonnencreme in der Sonne verweilen kann. Die meisten sind hoffentlich auch vernünftig genug, um LSF 50 nicht wörtlich zu nehmen, sondern regelmäßig nachzucremen. Denn der LSF wirkt oftmals schon dadurch nicht wie angegeben, dass wir zu dünn cremen. Es sollten 2 mg pro Quadratzentimeter sein. Es sind aber meist nur 0,5 bis 1 mg. Viel zu wenig also.

Wichtig ist außerdem, dass wir auf den UV-A-Schutz achten. Der UV-B-Schutz ist zwar auch notwendig, denn er verhindert Sonnenbrände, allerdings sollte der Schutz gegen UV-A nicht außer Acht gelassen werden. Wenn auf der Tube kein Kreis mit UV-A-Zeichen abgebildet ist, greift ihr zur nächsten Sonnencreme. Und wenn ihr da auch keinen findet, dann zur nächsten… Solange, bis ihr einen findet! Denn UV-A-Strahlen würden sonst ungehindert und unbemerkt in die Haut eindringen und dort Schäden anrichten. Äußerlich ist aber nichts zu merken, denn der UV-B-Schutz verhindert den Sonnenbrand. Der UV-B-Schutz mit fehlendem UV-A-Schutz ist übrigens bei Make-up besonders tückisch. Denn hier steht häufig drauf, dass ein LSF vorhanden ist – und man wähnt sich in Sicherheit. Hello, Falten und Hautkrebs.

„Wasserfest“ täuscht übrigens meist auch, denn nach einem Bad sind maximal noch 50 % der Creme vorhanden. Immer dann, wenn man aus dem Meer steigt, sollte man also nachremen. Erst recht vor dem Hintergrund, dass wir ohnehin zu dünn cremen.

Sonnencreme wird von Männern übrigens gerne gemieden, weil sie in der Regel fettig ist und Männer ohnehin schon zu fettiger Haut neigen. Die meisten empfinden Sonnencreme als sehr unangenehm. Liebe Männer, es gibt eine Lösung! In der Apotheke findet ihr Sonnencremes auf Gel- oder Fluidbasis. Die enthalten deutlich weniger Fett, ziehen schnell ein, verstopfen keine Poren und führen nicht zum Schwitzen.

Diese scheiß Mücke sticht immer mich!

Egal, wie viele Leute im Raum sind. Die Mücke sticht dich und nie die anderen? Dann gehörst du zu den rund 20 % der Menschen, die wahre Mückenmagneten sind. Dafür gibt es eine Antwort. Aber zunächst kurz zur Mücke. Die meisten wissen: Nur die Weibchen stechen. Was viele nicht wissen: Eigentlich sind Mücken Veganer. Allerdings brauchen die Weibchen die in unserem Blut enthaltenen Proteine und das Eisen für ihre Eiablage. Wir leisten also quasi Geburtshilfe.

Nun zu dir. Dein Schweiß wird von Bakterien zersetzt, die ein ganz individuelles Geruchsbild formen. Es besteht aus Milchsäure, Harnsäure, Ammoniak und Fettsäuren. Im richtigen Mischverhältnis bringst du damit jede Mücke um den Verstand. Auch das Abatmen von CO2, besonders beim Sport, finden Mücken sehr geil. Das riechen sie auf einer Entfernung von 50 m und kommen dann gierig angeflogen. Außerdem stehen Mücken total auf Bodylotions, Parfüm, Weichspüler und Duschgel. Moskitos haben übrigens einen ausgeprägten Fußfetisch. Nichts lieben sie mehr als den Geruch von Käsefüßen. Menschen mit der Blutgruppe 0 scheinen für Mücken übrigens eine wahre Delikatesse zu sein. Mit Blutgruppe A kann man sich dagegen schon eher in Sicherheit wiegen.

Wer Mücken garantiert anzieht, ist also ein nach Aftershave duftender, stark schwitzender und wild atmender Sportler mit der Blutgruppe 0 und Käsefüßen. Besser wäre nur noch eine sportliche Schwangere, da sie eine höhere Körpertemperatur hat und mehr CO2 ausatmet.

 

Richtungswechsel

Ganz nüchtern betrachtet, so sehen die Fakten gerade aus:

  • Ich habe zugenommen.
  • Mein allgemeines Wohlbefinden ist nicht gut.
  • Ich habe depressive Anwandlungen, auf nichts mehr Lust und bin völlig erschöpft und müde.
  • Meine Haut rebelliert. Die Schleimhäute bluten, und auch sonst ist sie umso trockener, je kälter es ist. Die Neurodermitis nimmt zu, mein Gesicht ist leicht aufgedunsen und die Haut uneben.
  • Meine Fingernägel sind extrem brüchig.
  • Ich habe rheumatische Schmerzen.
  • Ich mache kaum noch Sport.
  • Ich esse schlecht.

Man kann lange darüber diskutieren, was nun Ursache und was Wirkung ist. Sicher ist jedenfalls, dass es so nicht weitergeht. Nicht weitergehen kann. Deshalb habe ich meine Ernährung wieder umgestellt: vegan und glutenfrei. Beim Gluten sind einzelne Ausnahmen gestattet, beim Veganen nicht.

Ich nehme nun außerdem jeden Tag die doppelte Dosis A-Z-Vitaminkomplex, ein Vielfaches der Tageszufuhr von Vitamin D und zusätzlich Calcium.

Und Ingwer werde ich wohl auch mal ausprobieren. Soll ja das reinste Wundermittel sein..

Mal schauen, wo das in den nächsten Wochen hinführt.

Dicke Menschen können sich nicht wohlfühlen

Früher, als Olli Geissen, Arabella Kiesbauer und Andreas Türck noch die Nachmittagsprogramme der Privatsender füllten, fieberte ich immer genau jenen Sendungen entgegen, die sich mit der Leibesfülle von Menschen beschäftigten.

Fatshaming war da an der Tagesordnung. Der Aufschrei blieb aber aus. Oder ich erinnere mich nicht an ihn. Aber die Medienlandschaft sah damals auch noch anders aus.

Ich war zu dieser Zeit noch sehr jung, kam gerade erst in die Pubertät. Mich interessierte eine Debatte über das, was an Fatshaming okay ist (natürlich gar nichts) und was nicht, ohnehin herzlich wenig. Ich amüsierte mich vielmehr über diese verrückten Gestalten, über mutige Inszenierungen und niveaulose, aber doch amüsierende Wortgefechte. (Wenn wir damals geahnt hätten, wie niveaulos das Nachmittagsprogramm tatsächlich noch werden würde….)

In jeder Talkrunde gab es immer diesen einen Standardgast (bzw. oftmals -gästin), der vehement die Meinung vertrat, Dicke können sich nicht wohlfühlen. Kein Mensch mit Übergewicht könne ihm erzählen, er würde sich in seiner Haut wohlfühlen. Oder gar schön finden. In Wirklichkeit wollen alle schlank sein. Und schlank ist ja auch gleich schön, so meist der Tenor.

Als ehemalige Wuchtbrumme kann ich bestätigen, dass ich mich in meiner Haut heute wohler fühle. Und ich finde mich auch attraktiver als damals. Ich hätte alles darum gegeben, schlank zu sein. Denn schlank war gleich schön. Und das war gleich sorgenlos. Und das gleich erfolgreich. Und beliebt. Und überhaupt.

Wenn ich von mir ausgehe, dann würde ich auch die Meinung vertreten, dass sich Menschen mit Übergewicht nicht wohlfühlen können. Aber das ist nur meine Biografie. Mein Charakter. Meine Persönlichkeit. Mein Fühlen. Meine Gedanken. Mein Weg.

Und zum Glück sind andere Menschen anders als ich. Deshalb glaube ich, dass es durchaus Menschen gibt, die sich mit ihren zusätzlichen Kilos wohlfühlen. Die sich attraktiv finden und ein schönes Leben haben. Vielleicht nicht mal trotz der Leibesfülle, sondern wegen ihr.

Und ich glaube auch, dass diese Menschen in der Lage sind, über jene, die behaupten, Dicke könnten sich nicht wohlfühlen, zu schmunzeln. Denn diese Menschen wissen wahrscheinlich, dass derjenige mit seinem unqualifizierten Kommentar gerade nichts über sie, sondern über sich selbst sagt.

Und so ist das oft. Vor allem beim Fatshaming.